Gespräch am 3. Juli 2014:

Beschneidung. Menschenrecht oder Barbarei?

Im Sommer 2012 urteilte ein Kölner Gericht, die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen sei Körperverletzung. Kurze Zeit später verabschiedete der Bundestag ein Gesetz, das die Beschneidung erlaubt.

Seither gibt es erbitterten Streit. Die Vorhautamputation verstößt gegen die Menschenrechte und die deutsche Verfassung, sagen die Einen. Ein Verbot der Beschneidung wäre ein beispielloser und dramatischer Eingriff in die Religionsfreiheit, meinen die Anderen.

Wie ist die Frage zu beurteilen? Welche Rolle spielen Antisemitismus und Islamfeindschaft in der Debatte? Darüber spricht Wolfgang Reinbold mit dem Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Halle, Florian Steger, dem Religionsverfassungsrechtler Michael Germann und mit Landesrabbiner Jonah Sievers.

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Das Gespräch in voller Länge

Jüdisches Leben ohne Beschneidung ist unmöglich

Das Beschneidungsgesetz - ein gutes Gesetz?

Gibt es ein Selbstbestimmungsrecht des Kindes?

Hier läuft doch eine Kampagne gegen Juden und Muslime!

Öffnet das Beschneidungsgesetz die Tür für die Beschneidung von Mädchen?

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