Gespräch am 18. April 2013:

Ehre ist das wichtigste. Einwandererkinder zwischen Familie, Schule und Religion

„Ehre“ und „Respekt“, das sind die wichtigsten Werte, mit denen viele Kinder aus Einwandererfamilien zu Hause groß werden. Die Familie muss einen guten Ruf haben. Die Mädchen dürfen mit fremden Jungs nichts zu tun haben. Keinesfalls dürfen die Eltern kritisiert werden.

In der Schule lernen dieselben Jungen und Mädchen, dass die Fähigkeit zur Kritik ganz wichtig ist. Sie sollen lernen, sie selbst zu sein. Sie sollen sich eine eigene Meinung bilden. Sie sollen sagen, was sie denken.

Wie bringen Jugendliche das zusammen? Und was können Pädagogen tun, um ihnen dabei zu helfen? Darüber spricht Wolfgang Reinbold mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ahmet Toprak aus Dortmund, dem Psychologen, „Heroes“-Gruppenleiter und Mitglied der Deutschen Islam-Konferenz Ahmad Mansour aus Berlin, und mit dem Gesamtschullehrer Hamza Dehne aus Hannover.

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Das Gespräch in voller Länge

"Ehre" – Was ist das?

Wir dürfen "Ehrenmorde" nicht verharmlosen

"Wir Muslime - Ihr Deutsche"? Schluss damit!

Ich bin ein Syrisch-Deutscher, ihr seid Türkisch-Deutsche

Der Lehrer als Kumpel? Bitte nicht!

Kommentare

Geschrieben von Tuama am
Schächten ist in Deutschland nur mit Betäubung erlaubt, in den Niederlanden gar nicht. Tierschutz rangiert demnach vor dem Recht auf freie Religionsausübung, das Recht auf körperliche Unversehrtheit aber nicht? Da kann etwas nicht stimmen.Wenn eine Mehrheit der Muslime in Deutschland der Meinung wäre, sie müssten zur Ausübung ihres Glaubens die Scharia in Deutschland ausfcben und möglicherweise ihren Kindern die Hand amputieren, wenn sie gestohlen haben, sichert Frau Merkel ihnen dann auch Straffreiheit zu? Auch die Beschneidung ist meines Wissens nicht zwingend erforderlich in einer der beiden betroffenen Religionen. Ich finde es gelinde gesagt sehr bedenklich, was Frau Merkel und offenbar eine Mehrheit deutscher Politiker sich erlauben! Sie wollen sich über eine gerichtliche Grundrechtsabwägung hinwegsetzen! Davon sollten sie vor einer Entscheidung des Verfassungsgerichts, die kaum anders ausfallen kann, die Finger lassen, wenn sie sich keines Verfassungsbruchs schuldig machen wollen. Sie müssen nicht archaischen Riten zu ihrem Recht zu verhelfen, die heutzutage jeder vernünftigen Grundlage entbehren. Ich glaube nicht, dass wir uns in Fragen übergeordneter Menschenrechte zu Sklaven holocaustbedingten Schuldbewusstseins machen oder machen lassen sollten. Wenn eine Religion inhuman ist, müssen wir sie nicht in ihrer Inhumanität unterstützen, weil wir die Deutschen früher inhuman waren. Und uns erst recht nicht dabei an die Spitze stellen. Beschneidung ist auch in vielen anderen Ländern umstritten. In einer Zeit, in der der Islamismus droht, alle humanitären Errungenschaften der letzen Jahrhunderte zunichte zu machen, kann die Antwort nicht sein, dieser Entwicklung mit der Verstümmelung von Menschenrechten entgegen zu kommen. Für etwas, das man glaubt und nicht weiß!

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